+49(0) 70 33 - 46 65 75

Ulrike Störzbach

Ulrike_Stoerzbach

Foto: Carola Steen

Schon im zarten Alter von 10 Jahren zog es mich zu den Pferden. Meine ersten reiterlichen Erfahrungen sammelte ich mit den Isländern auf dem Lerchenhof in Mönsheim und schnell wurde klar: das ist es! Bis zu meinem 14 Lebensjahr musste ich allerdings noch warten, bis mir das erste eigene Pferd ermöglicht wurde: die besonders eigenwillige Norweger – Haflinger – Mix Stute „Uschi“, mit der ich beweisen musste, dass ich auch widrige Situationen meistern kann – und all das zunächst ganz ohne Anleitung: learning by doing (and sometimes the hard way) war angesagt. Man munkelt, dass hier mein Talent im Management echter Charakterpferde seinen Anfang nahm.

Der „Ernst des Lebens“ begann dann im Jahr 1986: ich absolvierte meine Ausbildung zur Tierarzthelferin. Die Arbeit mit Tieren und „deren“ Menschen zog sich weiterhin durch mein Leben. Priorität hatten freilich immer die Pferde und so wurde ich Mitglied im ETCD (Erster Deutscher Trekkingclub), nahm an vielen Orientierungsritten teil und wurde im Jahr 1989 deutsche Vizejugendmeisterin. Zudem nahm ich regelmäßig an Jagdgesellschaften in Heimsheim, Leonberg und Stammheim teil.
Wer nun denkt, ich sei eine wilde Buschreiterin, der irrt: nach dem Tod der Stute „Uschi“, kaufte ich den Württemberger Wallach „Janosch“ und kam in einen ersten Kontakt mit der Lehre Egon von Neindorffs durch den Ausbilder Rudi Roth. Er bildete mich in der Dressur weiter, Caprilli – Springtraining rundete mein Fortkommen im Sattel ab.
Im Jahr 2005 trat die wichtigste Lehrmeisterin in mein Leben: „Vinnij“, eine damals 8 – jährige Friesenstute, die mein komplettes Reiterleben auf den Kopf stellte. Nichts funktionierte wie bisher, nichts war wie vorher. „Vinnij“ war das Pferd, das jedem Reiter im Laufe seiner Karriere mindestens einmal begegnen sollte. Das einen herausfordert und dazu zwingt anzuerkennen, dass wir immer weiter lernen müssen, Zeit brauchen, Demut und Geduld. Denn am Ende wächst zusammen, was zusammengehört.
Seit 2007 bin ich Schülerin von Axel Schmidt, dem Leiter des Egon von Neindorff Institutes in Karlsruhe. 1 – 2 x pro Woche nehme ich selbst Reitunterricht und bilde mich kontinuierlich weiter durch Kursbesuche und Seminare mit und ohne Pferd von Richard Hinrichs, Thomas Ritter, Desmond 0`Brain, Gerd Heuschmann und vielen anderen.
2008 wurde dieser Eifer jäh gebremst: durch eine Gehirnentzündung verlor ich das Gleichgewicht und das Hörvermögen des linken Ohres, durch einen Bandscheibenvorfall ist der linke Fußheber gelähmt. Doch selbst diese existentielle Krise markierte eine neue Perspektive auf meinem reiterlichen Leben: so begann ich, mich intensiv mit therapeutischem Reiten zu beschäftigen. Langsam und mit verständnisvoller Unterstützung durch Herrn Axel Schmidt fand ich den Weg zurück in den Sattel und lernte ganz nebenbei, noch exakter zu reiten und meinen Körper noch besser zu koordinieren – so wurde aus dem Schicksalsschlag eine Chance.
Des Weiteren widmete ich mich dem Erlernen des korrekten Longierens, der Doppellonge und der Arbeit am Langzügel. Ich besuchte Kurse zur Bodenarbeit bei Martin Kreuzer (MKA) und nahm schließlich meine Tätigkeit am Barockreitzentrum im Jahr 2009 auf. Ich bin seither verantwortlich für die Ausbildung von Pferd und Reiter, der Organisation von Veranstaltungen, das Quadrillentraining und ich präsentiere mich und meine Schüler bei Vorführungen und Veranstaltungen für das Kolloquium Equinum und allen öffentlichen Auftritten. Seit 1.4.2017 führe ich das Barockreitzentrum als Betriebsleiterin.
2009 erwarb ich den Basispass und das Fahrabzeichen der Klasse 4. 2010 folgten das Deutsche Longierabzeichen der Klasse 4 und das Reitabzeichen der Klasse 4. Ein Jahr später folgte das Reitabzeichen der Klasse 3 und die Fortbildung zur Trainerin – C – Reiten (FN) bei Markus Lämmle, gefolgt von der Fortbildung zur Trainerin – B – Reiten (FN) im Jahr 2015.
Seit 2013 bilde ich den damals 8jährigen polnischen Wallach „Poldi“ zum Therapiepferd und Reitpferd in verschiedenen Disziplinen aus. Er ist noch heute in meinem Besitz, genauso wie die 18jährige Shetty – Stute „Kiki“ und der 5jährige PRE – Wallach „Sigiloso“, der roh aus Spanien 2016 zu mir kam und jetzt seine Grundausbildung genießt.
Seit 2011 bin ich zudem als mobile Reitlehrerin unterwegs und habe seither viele unterschiedliche Pferde und Reiter auf ihrem Weg begleitet. Eine klassische und naturnahe Ausbildung mit viel Zeit und Abwechslung gemäß den Lehren der „alten Meister“ ist für mich immer höchste Priorität. Das Pferd bestimmt die Ausbildung, es ist Lehrer und Schüler zugleich. Mit mir soll das Pferd stets als Partner erlebt werden, nie als Gegner oder schlichtes Sportgerät treu nach dem Motto:
„ Die Ausbildung nach der klassischen Reitlehre schafft bei richtiger Umsetzung ein leistungsbereites, willig mitarbeitendes Pferd, unabhängig von dessen Einsatz. So kann Reiten Freude schaffen und die Gesundheit erhalten!“ (FN – Grundausbildung Band 1)

Unser gemeinsames Ziel ist es …

…feine Wege der Reitkunst zu finden. Neben der Technik sind uns Einfühlungsvermögen und das Arbeiten an uns selbst wichtig, um dem Pferd ein immer besser werdender Partner zu sein. Das beschränkt sich nicht nur auf die Klassische Dressur. Wir können von allen Reitweisen lernen und bieten deshalb Reitweisen übergreifende Seminare und Vorträge zu unterschiedlichen Themen an.

Der Standort …

... ist heute zu einem internationalen, Reitweisen übergreifenden Kompetenzzentrum und Treffpunkt für Reitkunst gewachsen. Das barocke Flair in Verbindung mit Pferden, die Lehrmeistern der Menschen sind, verzaubert.

Gläserne Produktion

Das Barockreitzentrum beteiligt sich an dem Nachhaltigkeitsprojekt "Gläserne Produktion" vom Land Baden-Württemberg.

Seminare / Workshops /Termine

Alle Veranstaltungen, Workshops, Seminare vom Verein Levade e.V. finden Sie neu unter www.levade-ev.de. Klicken Sie auf den neben stehen Button Termine. Termine